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Beste Versorgung im Perinatalzentrum! Frühgeborenen-Kampagne nimmt im September die "Patientensicherheit" unter die Lupe

Beste Versorgung im Perinatalzentrum! Frühgeborenen-Kampagne nimmt im September die "Patientensicherheit" unter die Lupe

Frankfurt. In spezialisierten Einrichtungen wie einem Perinatalzentrum ist die routinierte Versorgung der Allerkleinsten grundlegende Voraussetzung für ihre Chance auf ein möglichst gesundes Überleben. Dem Thema Patientensicherheit kommt in diesem Zusammenhang eine maßgebliche Bedeutung zu. „Der umfassende Begriff der Patientensicherheit beinhaltet ganz unterschiedliche Aspekte, wie beispielsweise den Gebrauch von elektronischen Verschreibungssystemen oder natürlich auch gute Hygienemaßnahmen“, erklärt Barbara Mitschdörfer, die Vorsitzende des Bundesverbandes „Das frühgeborene Kind“ e.V. und verweist in diesem Zusammenhang auf die Bundeskampagne „Kleine Helden – große Helfer“.

Im Monat September werden auf der Onlineplattform www.kleine-helden.org verschiedene Modelle im Rahmen der Patientensicherheit vorgestellt, mit denen medizinische Einrichtungen bereits erfolgreich arbeiten, um Frühgeborenen optimale Lebenschancen zu ermöglichen. Dazu gehört unter anderem auch der Blick auf die Medikamentensicherheit! Am Perinatalzentrum Gelnhausen setzt das Team um Dr. Manuel Wilhelm beispielsweise auf ein speziell erarbeitetes Leitlinien-Konzept, das anstelle von vielen Einzelmaßnahmen, auf einen einheitlichen Standard abzielt: „Wenn man den komplexen Prozess einer Medikamentenverabreichung auf der Intensivstation beobachtet, wird die Vielzahl an potentiellen Fehlerquellen deutlich. Angefangen mit Indikationsstellung und gewichtsbezogener Dosis, korrekter Anordnung und Zubereitung bis hin zur richtigen Verabreichung beim richtigen Patienten, fast immer sind mehrere Mitarbeiter mit vielen sensiblen Schritten betraut. Schnell wird also klar, dass Einzelmaßnahmen nicht zum Erfolg führen können, sondern nur ein umfangreiches Gesamtkonzept effektiv und nachhaltig Medikamentenfehler vermeiden kann“, so Dr. Manuel Wilhelm, Ärztlicher Leiter der Neonatologie und Kinderintensivstation der Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler, dennoch liege es in der Hand des gesamten Teams, beste Rahmenbedingungen zu schaffen, betont der Mediziner.

Einen umfangreichen Einblick auf Hygienemaßnahmen, wie die Aktion „Saubere Hände“, bietet die Uniklinik Aachen. „Zu unserem Konzept gehören jährliche Stationsbegehungenund mikrobiologische Kontrollen, beispielsweise von Inkubatoren oder hergestellter Säuglingsnahrung, sowie die Überprüfung der Aufbereitung von Medizinprodukten. Selbstverständlich werden bei uns auch die Eltern in die notwendigen Hygienemaßnahmen, unter anderem beim Wickeln oder Stillen ihres Kindes, eingewiesen und in einer adäquaten Durchführung der Händedesinfektion geschult“, so Prof. Dr. Thorsten Orlikowsky, Leiter der Neonatologie und Intensivmedizin. Dass sich aber auch externe Partner der medizinischen Einrichtungen im Rahmen der Patientensicherheit einbringen können, verdeutlichen die Minilöwen Leipzig, die für die Neointensivstation am Universitätsklinikum Leipzig sogenannte ‚Lärmampeln‘ angeschafft haben. „Die Lärmampeln sollen sowohl dem Pflegepersonal als auch Ärzten anzeigen, wenn es in einem Patientenzimmer zu laut wird, so dass dann Arbeiten anders gemacht und Gespräche an einen anderen Ort verlagert werden. Auf diese Weise konnten wir einen Beitrag dazu leisten, die kleinen Patienten besser vor vermeidbaren Geräuschbelastungen zu schützen und so für weniger Stress und eine bessere Entwicklung zu sorgen“, erklärt Mandy Laube, Vorsitzende des Fördervereins Minilöwen, das Prinzip. 

Mehr Informationen über die angesprochenen Aktionen und Konzepte finden Sie unter www.kleine-helden.org/patientensicherheit. „Natürlich sind sämtliche medizinische Einrichtungen angehalten und eingeladen, uns ebenfalls mehr über ihre Arbeit im Sinne optimaler Lebenschancen von Frühgeborenen zu berichten – jeder Beitrag ist wertvoll“, so Barbara Mitschdörfer.

Über insgesamt ein halbes Jahr hinweg wird im Rahmen der Kampagne „Kleine Helden – große Helfer“ monatlich eine Kernbotschaft herausgearbeitet und umfassend beleuchtet – im September ist es die Patientensicherheit. Pünktlich zum Weltfrühgeborenentag im November (17.11.) mündet die Kampagne schließlich in die interdisziplinär ausgerichtete Vortrags- und Diskussionsveranstaltung Forum – „Das frühgeborene Kind 2017“ mit dem gleichnamigen Titel „Kleine Helden – große Helfer“. Das Forum wird anlässlich der Eröffnung des neuen Eltern-Baby-und Familienzentrums an der Kinderklinik Dritter Orden in Passau stattfinden. 

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Die Kampagne „Kleine Helden – große Helfer“ wurde vom Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. in Kooperation mit der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI) und der Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. initiiert.

Unterstützt wird die Kampagne dabei von Medela Deutschland und der Kinderklinik Dritter Orden Passau. Weitere Förderer sind das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, sowie die Unternehmen AbbVie Deutschland GmbH, Chiesi GmbH und Milupa Nutricia GmbH.

Pressekontakt:

Bundesverband „Das frühgeborene Kind" e.V.

Katarina Eglin

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel: 0151/70149202

Mail: pr@fruehgeborene.de 

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BV "Das frühgeborene Kind" e.V.
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